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Geldkarte

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Bei einer Geldkarte handelt es sich um eine bargeldlose Plastikkarte, die mit einem Mikroprozessor, sprich einem Chip ausgestattet ist. Über diesen Chip kann die Karte dann mit Geld aufgeladen werden. Die Geldkartenfunktion übernimmt somit der Chip. Mit dieser Karte können dann Dienstleistungen, oder Einkäufe an den entsprechenden Akzeptanzstellen getätigt werden. Dazu gehören beispielsweise Tankstellen, Kinos, Parkautomaten oder sogar Schwimmbäder. In der Regel gibt es jedoch eine Maximalgrenze bei der Aufladung. Diese beträgt meist 200 Euro.

Zwei unterschiedliche Arten

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Karten. Und zwar zwischen der
kontogebundenen und der nicht kontogebundenen Geldkarte.

Die Girokonto-bezogene Geldkarte- EC-Card mit Zusatzfunktion

Diese Karte gehört zu einem entsprechenden Konto. Demnach handelt es sich hierbei um eine einfache EC-Karte mit Geldkarte-Chip und Funktion. Die Kontonummer befindet sich meist auf der Vorderseite der Karte. Sie kann via Geldautomat aufgeladen werden und zwar gegen Geldabbuchungen vom eigenen Konto. Meist kann die Karte auch online aufgeladen werden.

Die White Card

Diese Karte ist, wie der Name schon verrät, nicht mit einem bestimmten Konto verbunden. Aufgeladen wird diese Karte entweder übers Internet oder an speziellen Terminals und zwar gegen Bargeld oder über eine Kreditkarte oder GiroCard.

Wie bereits erwähnt kann die Karte entweder in Filialen der Banken oder an Geldautomaten aufgeladen werden. Die Karte kommuniziert dabei über das Ladeterminal als sogenannte Vermittlungsstelle mit der Ladezentrale. Die Ladezentrale kommuniziert zum einen mit der Kundenbank zur Verrechnung der jeweiligen Beträge und z um anderen autorisiert sie die Ladebeträge. In den sogenannten Schattenkonten werden die Geldkartennummer und die geladenen Beiträge gespeichert, um vor Missbrauch der Karte zu schützen und so die Sicherheit zu erhöhen. Seit 2007 können Geldkarten nun auch über das Internet geladen werden. Vorausgesetzt man besitzt einen PC mit einem angeschlossenen Chipkartenleser. Bezahlt werden kann mittels Gutschein, gegen Vorkasse oder mit dem Bezahlverfahren giropay. Inzwischen gibt es auch Kreditkarten kostenlos, über die das aufgeladene Guthaben verrechnet werden kann. Eine Kreditkarte gratis zu erhalten hängt jedoch vom jeweiligen Kreditinstitut ab.

Der Bezahlvorgang

Am Terminal findet keine Authentifizierung des Kunden statt. Zum Bezahlen wird die Geldkarte im Terminal des Händlers eingeführt. Im nächsten Schritt muss dann der angezeigte Betrag bestätigt werden. Danach wird der Betrag vom Guthaben der Karte abgebucht. Der Betrag, die Kartennummer, die Zahlungssequenznummer und die Konto-Nr. des sogenannten Börsenverrechnungskontos werden dann in einem Transaktionsdatensatz der durch Kryptographie abgesichert ist auf dem Terminal gespeichert. Zahlungen können mit der Karte bei jedem Akzeptanzpartner.
Der Zahlvorgang erfolgt zunächst offline. Erst nach Kassenschluss des entsprechenden Zahlungsterminals werden die getätigten Umsätze an eine Verrechnungsstelle übermittelt unter Abzug einer Gebühr meist in Höhe von 0,3 Prozent, die dem Händlerkonto gutgeschrieben wird.

Die Vor- und Nachteile

Vorteilhaft ist natürlich die unkomplizierte Handhabung der Karte. Darüber hinaus kann sie als Altersverifikation beispielsweise an einem Zigarettenautomaten eingesetzt werden. Nachteilig ist jedoch, dass die Geldkartenfunktion nur innerhalb von Deutschland akzeptiert wird. Des Weiteren ist das Guthaben auf der Karte verloren, wenn die Karte gestohlen wird. Da es keine Benutzeridentifizierung gibt, kann somit jeder mit der Geldkarte bezahlen, unabhängig davon, ob sie ihm wirklich gehört.