Header

GiroGo


Bei GiroGo handelt es sich um eine neue Zahlungsfunktion, welche das kontaktlose Bezahlen in Geschäften ermöglicht. Seit Ende 2011 ist GiroGo auf allen neu ausgegebenen Girocards der Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken im Großraum Hannover, Wolfsburg und Braunschweig integriert. So können etwa 1,3 Millionen Kunden die neue Zahlungsfunktion testen.

Wie funktioniert GiroGo?

Die neue Zahlungsfunktion kann für Beträge bis maximal 20 Euro eingesetzt werden. Hierzu reicht es aus, die Karte kurz an das betreffende Terminal zu halten, nachdem dieses durch das Verkaufsportal aktiviert wurde. Wurde die Zahlung durchgeführt, gibt das Terminal ein optisches oder akustisches Signal. Eine Unterschrift bzw. die Eingabe der PIN ist dabei nicht erforderlich. Um die Funktion nutzen zu können, müssen Kunden zunächst ein Guthaben auf die Girocard aufladen. Maximal kann ein Betrag von 200 Euro aufgeladen werden, der anschließend für Zahlungen zur Verfügung steht. Ob eine Karte mit der Zahlungsfunktion ausgestattet ist, lässt sich am entsprechenden Logo auf der Rückseite der Karte erkennen.

Als Vorteil nennen Banken vor allem die schnellere Abwicklung des Zahlungsvorgangs. Dadurch sollen längere Schlangen an den Kassen vermieden werden. Im Schnitt funktioniert das Bezahlen mit GiroGo etwa 25 Prozent schneller als beim Zahlen mit einer herkömmlichen Karte. Zudem beschreiben die Anbieter das kontaktlose Bezahlen als sehr sicher, weshalb mit einem großen Zuspruch bei Kunden und Banken gerechnet wird. Umfragen zufolge können sich etwa 60 Prozent der Verbraucher vorstellen, künftig kontaktlos zu bezahlen.

Aufladen des Guthabens

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Kunden ein Guthaben auf die Karte laden können. Neben einer Aufladung am Geldautomaten ist diese auch an speziellen Terminals oder über das Internet möglich. Für eine Online-Aufladung benötigen Kunden einen Chipkartenleser. Für die Zukunft ist auch eine Aufladung über ein NFC-fähiges Smartphone mit entsprechender App vorgesehen. Das aktuelle Guthaben wird bei jedem Lade- bzw. Bezahlvorgang am Terminal angezeigt, sodass Kunden jederzeit über den Stand des Guthabens informiert sind.

GiroGo nur bei Volksbanken und Sparkassen

An dem Projekt beteiligen sich aktuell ausschließlich Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenbanken. Die privaten Banken nutzen dagegen die Konkurrenzangebote „Pay Wave“ von Visa bzw. „Pay Pass“ von MasterCard. Die Banken setzen dabei vor allem auf den größeren Erfahrungsschatz, den die Kreditkartenunternehmen bei der Einführung von neuen Zahlungssystemen besitzen. Derzeit werden Pay Wave und Pay Pass weltweit an etwa 100.000 Kassen akzeptiert. In Deutschland ist, das kontaktlose bezahlen mit dem System von Mastercard unter anderem bei Aral Tankstellen sowie in den Schnellrestaurantkette Vapiano möglich. Das System von Visa wird erst seit Kurzem eingesetzt und ist derzeit noch nicht sehr verbreitet.